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Arbeitsschutz für Erzieherinnen - schon lange ein Thema in der GEW!

Eine Studie aus dem Jahr 2004 dokumentiert, dass Erzieherinnen und Erzieher bereits damals unter massiven Gesundheitsbeeiträchtigungen litten. So gaben über 53 Prozent der Befragten an, zu hause oder bei der Arbeit unter Kopfschmerzen zu leiden. Hinzu kommt, dass der gesetzliche Gesundheitsschutz oft kaum beachtet wurde.

Das Thema Gesundheitsschutz für den Sozial- und Erziehungsdienst ist in der GEW schon seit Jahren ein großes Thema. Bereits im Jahr 2002 beschrieb die GEW Baden-Württemberg in einem Sonderdruck ihrer Mitgliederzeitschrift die teilweise katastrophalen Arbeitsbedingungen im Erziehungsdienst und verwies auf die gültigen gesetzlichen Regelungen zum Gesundheitsschutz.

Wie schlimm das Ausmaß der gesundheitlichen Belastungen in der Kita für die Beschäftigten jedoch ist, wurde 2004 in einer Studie im Auftrag der GEW Baden- Württemberg von Prof. Dr. Bernd Rudow deutlich: 52,3 Prozent der Befragten Erzieherinnen und Erzieher gaben an, sowohl zuhause als auch bei der Arbeit an Kopfschmerzen zu leiden. 48,5 Prozent klagten über Rücken- und 39,5 Prozent über Nackenschmerzen. Über 30 Prozent gaben an, unter Schlafstörungen zu leiden.

Vergleicht man diese Zahlen mit ähnlichen Erhebungen bei Büro- und Verwaltungsangestellten, Feuerwehrleuten, Heimpersonal sowie bei Banken und Hotels, so stellt man fest, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kitas wesentlich häufiger unter gesundheitlichen Beschwerden leiden als andere Berufsgruppen.

Die Ergebnisse wurden in der Broschüre "Der Arbeitsschutz für Erzieherinnen in Kindertagesstätten" (siehe Download) zusammen mit weiteren Beiträgen zum Thema von der GEW Baden-Württemberg im Jahr 2005 veröffentlicht. So legt Alfred Uhing, Geschäftsführer der GEW Nordbaden die Mitwirkungsmöglichkeiten von Personalvertretungen beim Gesundheitsschutz dar und Petra Weiser, damals Referentin bei der GEW Baden-Württemberg, beschreibt den "Seiltanz" zwischen "Anspruch und Wirklichkeit" der Erzieherinnen.

Seit dieser Zeit scheint sich nicht viel getan zu haben: So ergab die DGB-Studie "Index Gute Arbeit" im Jahr 2008, dass 74 Prozent der Erzieherinnen und Erzieher befürchten, krank in Rente zu gehen.

Da die gesetzlichen Regelungen zum Gesundheitsschutz anscheinend kaum beachtet werden oder nicht ausreichen, fordert die GEW einen Tarifvertrag, in dem diese Dinge geregelt sind. Durch einen solchen Vertrag wird verbindlich (und einklagbar) festgelegt, welche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung ergriffen werden müssen.

Auch eine angemessene Bezahlung, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Sozial- und Erziehungsdienstes deutlich mehr Wertschätzung entgegen bringt, könnte den Druck auf die Erzieherinnen und Erzieher mindern: Denn wer sich wertgeschätzt fühlt, ist auch zufriedener bei der Arbeit!

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