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Burkina Faso: HilfIm öffentlichen Dienst des westafrikanischen Staates Burkina Faso gibt es viele kleine Gewerkschaften, deren Existenz durch Repression und Einschüchterung seitens staatlicher Autoritäten immer wieder auf dem Spiel steht. Deshalb haben sich siebzehn Gewerkschaften in einem Bündnis zur Verteidigung ihrer demokratischen Rechte zusammengeschlossen. In diesem Bündnis hat die Lehrergewerkschaft SYNTER, mit der die GEW seit Jahren zusammenarbeitet, als stärkste Organisation eine Sprecherfunktion.
Im April 2007 fand in der burkinischen Hauptstadt Ouagadougou eine genehmigte Demonstration zur Durchsetzung von Gewerkschaftsrechten für die Angestellten und Beamten im Außenministerium statt. Die Demonstration verlief friedlich und endete mit der Übergabe einer Petition an den zuständigen Minister. In der Folge wurden sieben Mitglieder der Gewerkschaft SAMAE aus dem Dienst im Außenministerium entlassen, die Zahlung ihrer Gehälter wurde eingestellt.
Das Gewerkschaftsbündnis unter Leitung von SYNTER kämpft seitdem mit politischen und rechtlichen Mitteln um die Wiedereinstellung der betroffenen Kolleginnen und Kollegen. Obwohl diese weiterhin regelmäßig ihre Arbeitskraft anbieten, erhalten sie seit über zwei Jahren weder Gehalt noch eine soziale Unterstützung. Ihre Situation ist äußerst prekär und ihr Überleben wird derzeit ausschließlich durch gewerkschaftliche Solidarität sowie die Unterstützung ihrer Familien gesichert.
Auf Vorschlag des SYNTER-Vorsitzenden Mamadou Barro, der im April 2009 als Gast am Gewerkschaftstag der GEW in Nürnberg teilnahm, hat der Heinrich-Rodenstein-Fonds beschlossen, den sieben SAMAE-Gewerkschaftern A. Bandaogo, I. Bansigné, B. Kambou, I. Koutiébou, I. Soulama, K. Ouédraogo und E. Hien mit einem Unterhaltsgeld in Höhe von fünfzig Prozent ihres monatlichen Gehaltes (ca. 76 Euro) für sechs Monate zur Seite zu stehen.
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Mamadou Barro mit Mitgliedern der Gewerkschaft SAMAE, die den Erhalt der Spendengelder des Heinrich-Rodenstein-Fonds durch ihre Unterschrift bestätigen.
(Fotos: SYNTER)