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PM vom 18.06.2009Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Arbeitgeber aufgefordert, in diesem Jahr mindestens 600.000 Ausbildungsplätze anzubieten. „Sonst haben auch 2009 wieder viele junge Menschen keine Chance auf einen angemessenen Ausbildungsplätze und werden auf die Liste der Altbewerber abgeschoben. Zudem brauchen wir endlich ein Grundrecht auf Ausbildung, um für alle Jugendlichen einen Rechtsanspruch zu verankern, sowie eine konjunkturunabhängige Finanzierung der Ausbildung durch eine Umlage, in die ausbildungsunwillige Betriebe einzahlen“, sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne am Donnerstag in Frankfurt a.M. mit Blick auf die Sitzung des Lenkungsausschusses für den Ausbildungspakt am Freitag. Er erinnerte daran, dass das Berufsbildungsinstitut für 2009 acht Prozent weniger Ausbildungsverträge prognostiziert im Vorjahr. Das wären 556.000 Ausbildungsverträge.
„Die duale Ausbildung muss systematisch durch weitere, auch vollzeitschulische Angebote ergänzt werden. Ziel ist ein reformiertes Berufsbildungssystem, das unabhängig von regionalen Problemlagen, demographischen Schwankungen, ökonomischen Krisen und der betrieblichen Ausbildungsbereitschaft allen jungen Menschen eine ausreichende Auswahl qualifizierter Ausbildungsplätze anbietet. Die öffentliche Hand muss im Interesse der jungen Menschen in die Bresche springen, wenn die Arbeitgeber ihrer gesellschaftliche Verantwortung für die berufliche Ausbildung der jungen Generation nicht nachkommen. Bildung und Ausbildung sind Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge“, begründete Thöne seinen Vorstoß. „Die Ausbildungskrise ist ein dauerhaftes, strukturelles Problem. Appelle, Versprechungen und punktuelle Notprogramme sind keine Lösung.“