28.05.2009

GEW: „Arbeitgeber sollen verhandlungsfähiges Paket aus Bezahlung und Gesundheitsschutz schnüren“

Gewerkschaften setzen Streiks nach gescheiterten Verhandlungen fort – 15.000 Beschäftigte legten heute Arbeit nieder

Frankfurt a.M. – ver.di und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben angekündigt, die Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst nach dem Scheitern der Verhandlungen gestern Abend fortzusetzen. Heute legten wieder 15.000 Erzieherinnen, Sozialarbeiter und –pädagogen die Arbeit nieder.

Nach den bundesweiten Aktionen in den vergangenen Wochen wird jetzt im Wechsel in den Ländern gestreikt. Die Arbeitsniederlegungen beginnen in der nächsten Woche mit Ausnahme der Bundesländer, in denen Schulferien sind (Bayern, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern). Streik-Schwerpunkt ist am 2. und 3. Juni Nordrhein-Westfalen. Mit dieser Streikplanung wollen die Gewerkschaften die Eltern entlasten, damit diese nur kurzfristig von Kita-Schließungen betroffen sind.

„Die Arbeitgeber müssen endlich ein verhandlungsfähiges Paket aus Bezahlung und Gesundheitsschutz schnüren. Die Gewerkschaften sind verhandlungsbreit, sobald ein diskussionsfähiges Konzept vorliegt“, sagte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad am Donnerstag in Frankfurt a.M. Bisher hätten die Arbeitgeber die Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst mit ihrer Blockade- und Hinhaltepolitik provoziert. Am Mittwoch habe die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ein „völlig untaugliches Angebot“ für einen Gesundheitsschutz-Tarifvertrag vorgelegt. Zudem hätten sich die Arbeitgeber geweigert, ein verbessertes Angebot für die Entgeltordnung für die im Sozial- und Erziehungsdienst Beschäftigten zu machen.

Info: Arbeitgeber und Gewerkschaften verständigten sich gestern nicht auf einen neuen Verhandlungstermin.


Links

GEW-Internetportal
Entgeltordnung Sozial- und Erziehungsdienst

 

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