/ Presse
/ Presse-Serviceseite
/ Archiv der Pressemitteilungen
/ 2007
/ April
News vom 04.04.2007Frankfurt a.M./Wiesbaden – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat angemahnt, endlich mit den vollmundigen Ankündigungen der Politiker Ernst zu machen und die Ausgaben für das Bildungswesen zu erhöhen. „Trotz aller Sonntagsreden: Wenn es ums Geld geht, wird der Bildungsbereich weiter als Sparschwein missbraucht. Statt der dringend notwendigen zusätzlichen Investitionen wird in Deutschland weiterhin immer weniger Geld für die Bildung ausgegeben. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort“, sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne mit Blick auf die heute veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes. Laut der Wiesbadener Behörde sind die Bildungs-Ausgaben 2005 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Milliarden Euro gesunken.
„Wir müssen endlich umsteuern, wenn wir unserer Verantwortung gegenüber der nachwachsenden Generation gerecht werden wollen. Beispielgebend könnte ein „Generationenpakt für Bildung“ sein. Mit einer sozial verträglichen Erhöhung der Erbschaftsteuer könnten zweckgebunden zusätzliche Gelder für das Bildungswesen mobilisiert werden“, sagte Thöne. Er wies darauf hin, dass die GEW eine entsprechende Initiative gestartet habe. „Es wird höchste Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen. Wer gebührenfreie Kindergärten, Ganztagsschulen oder einen Ausbildungs- bzw. Studienplatz für alle will, der muss nicht nur gute Konzepte haben, sondern endlich auch das dafür nötige Geld in die Hand nehmen.“