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06.02.2012  

GEW beschließt Forderungen für die Tarifrunde 2012

"Zeit für eine ordentliche Gehaltserhöhung" – die Hauptforderung der GEW für die Tarifrunde 2012 lässt sich auf einen Nenner bringen. Sieben Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr fordert die Bildungsgewerkschaft für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen.

Dies hat die Große Tarifkommission der GEW am heutigen Montag in Frankfurt am Main beschlossen. "Seit dem Jahr 2000 hat es im öffentlichen Dienst Reallohnverluste von ca. fünf Prozent gegeben. Auch für die europäische Gesamtentwicklung darf ausgerechnet von Deutschland kein Signal von Lohndumping mehr ausgehen", erklärte GEW-Vorstandsmitglied Ilse Schaad.

Die Delegierten sprachen sich außerdem für eine Angleichung der Arbeitszeit der kommunalen Beschäftigten in Ost und West auf 39 Stunden in der Woche aus. Auch die Jahressonderzahlung ("Weihnachtsgeld") soll auf 100 Prozent des West-Niveaus angeglichen werden.

Daneben strebt die GEW die Vereinbarung tariflicher Eingruppierungsmerkmale für alle Lehrkräfte im Bereich des Bundes an, die sich an den bestehenden Regelungen für Sport- und Sprachlehrer orientieren. Aufrecht erhalten bleibt die Forderung, auch im TVöD Sonderregelungen für Beschäftigte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen entsprechend § 40 TV-L zu treffen.

Die Forderungen der GEW werden nun mit denen der anderen Gewerkschaften im öffentlichen Dienst abgeglichen. Am Donnerstag, 9. Februar, wird dann der gemeinsame Forderungskatalog der Presse vorgestellt. Er dient als Grundlage für die Tarifverhandlungen, die am 1. März in Potsdam beginnen.

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