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19.10.2006

Gemeinsame Erklärung verabschiedet: "Fördern und Fordern"

Nach langen Verhandlungen haben am Donnerstag Bildungs- und Lehrergewerkschaften sowie Kultusministerkonferenz (KMK) eine gemeinsame Erklärung zum Prinzip „Fördern und Fordern" in Schule und Unterricht verabschiedet.

"Fördern und Fordern – Eine Herausforderung für Bildungspolitik, Eltern, Schule und Lehrkräfte"

„Jetzt muss die gemeinsame Erklärung zwischen den Bildungs- und Lehrergewerkschaften sowie der Kultusministerkonferenz (KMK) mit Leben gefüllt werden", forderte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne während der Vorstellung der gemeinsamen Erklärung in Berlin. „Ein weiteres Papier für die Schublade brauchen wir nicht. Alle sind sich einig, dass in Deutschland mehr Geld in den Bildungsbereich investiert werden muss", so Thöne weiter.

In ihrem Zusatzvotum stellt die Bildungsgewerkschaft fest, dass die Pädagogik der individuellen Förderung durch das frühe Sortieren zehnjähriger Kinder in unterschiedliche Schulformen und das Sitzenbleiben erheblich erschwert werde. Die GEW setzt sich dafür ein, die Möglichkeiten und Grenzen individueller Förderung im traditionellen deutschen Schulsystem wissenschaftlich zu untersuchen, um Schlussfolgerungen für die Unterrichtspraxis und die Lehrerbildung zu ziehen. Die GEW bedauert, dass der von ihr angeregte Beirat zur Unterstützung und Begleitung des angestrebten Veränderungsprozesses keine Mehrheit gefunden hat. Nach Vorstellung der GEW sollte dieser aus Vertretern der KMK und der unterzeichnenden Lehrervertretungen zusammengesetzt sein.

Die gemeinsame Erklärung sowie das Zusatzvotum der GEW stehen im Infokasten rechts zum Download zur Verfügung.

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