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Abschaffung der HauptschulenDie Situation sei jedoch nicht so einfach, Gewalt nicht nur ein Problem der Hauptschulen. Böger betonte aber, dass man das Zusammenwachsen von Schulen organisieren könnte, wenn die Lehrerkollegien dies wollten.
Der Berliner Polizeipräsident Dieter Glietsch hat an alle Bildungseinrichtungen appelliert, das Angebot seiner Behörde zur Zusammenarbeit bei der Gewaltprävention stärker zu nutzen. An nahezu allen Berliner Schulen habe man Anti-Gewalttrainings durchgeführt. Gerade von Schulen mit Gewaltproblemen könne das Präventionsangebote aber noch besser genutzt werden, so Glietsch.
Die GEW Berlin hat für heute gemeinsam mit dem VBE zu einer Solidaritätsveranstaltung für das Kollegium der Rütli-Schule aufgerufen. Das Motto lautet „Solidarität mit unseren Kolleginnen und Kollegen der Rütli-Schule heißt sich selber zu Wort melden!“
„Disziplin und Anstand“ in Bayern
Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber will dagegen andere Wege gehen, um im Freistaat Probleme wie die der Rütli-Schule zu verhindern und gab die Devise aus, „An unseren Schulen müssen Disziplin und Anstand herrschen".
Das bayerische Kabinett beschloss am Dienstag ein 7-Punkte-Programm, das unter anderem ein Bußgeld für ausländische Eltern vorsieht, wenn ihre Kinder nicht an einem Deutschkurs im Kindergarten teilnehmen. Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse werden nicht eingeschult und sollen an die Förderschulen verwiesen werden. Schulstörer können nach acht Schuljahren vorzeitig und ohne Abschluss entlassen werden.
Die GEW Bayern nannte diese Maßnahmen hilflose und höchst bedenkliche Vorschläge: noch mehr Selektion und Ausgrenzung, Wegsperren und Ausweisung.
Am Nachmittag wird sich der Bundestag in einer Aktuellen Stunde mit der Gewalt an Schulen und den Konsequenzen für die Integrationspolitik beschäftigen.