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Jüdisch-PalästinDie 1979 gegründete Friedensschule Neve Shalom/Wahat al Salam hat sich zur Aufgabe gemacht, den Dialog zwischen Juden und Arabern in Israel zu fördern. Die Schule liegt im gleichnamigen Dorf Neve Shalom auf einem Hügel zwischen Tel Aviv und Jerusalem, wo jüdische und palästinensische Bürger Israels seit Anfang der siebziger Jahre friedlich und in Partnerschaft miteinander leben.
Die Friedensschule organisiert Seminare und Workshops, in denen Juden und Palästinenser einander im Dialog begegnen können. Gegenseitige Ängste und Vorurteile werden ernst genommen und mit Unterstützung erfahrener Moderatoren thematisiert. Die Schule setzt sich zum Ziel, ein neues Bewusstsein zu schaffen und will Anstöße geben, selber Verantwortung zu übernehmen und etwas zu tun. Die Dialog-Arbeit mit „Konfliktgruppen“, wie sie von den jüdisch-palästinensischen Teams in Neve Shalom entwickelt wurde, findet inzwischen weltweit Nachahmung als Modell gelungener Begegnungsarbeit.
Nur wenige Wochen nach dem jüngsten Gaza-Krieg fand Ende Februar 2009 in Neve Shalom ein vom Heinrich-Rodenstein-Fonds geförderter Workshop mit Schülerinnen und Schülern der zwölften Klasse der arabischen Oberschule Al Mukhalis in Nazareth und ihren jüdischen Alterskollegen der Harealischule in Haifa statt. Ein Bericht von Hermann Sieben, Vorsitzender des „Vereins der Freunde von Neve Shalom/Wahat Al Salam", dokumentiert die alltäglichen Schwierigkeiten und Erfolge dieser Arbeit mit jungen Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen.
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oben: Jüdische und palästinensische Jugendliche in Neve Shalom
unten: Das Dorf Neve Shalom wurde von jüdischen und arabischen Bürgern Israels gemeinsam aufgebaut
(Fotos: Neve Shalom)