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16.06.2009  

Kaum Annäherung bei den Verhandlungen

Trotz intensiver Gespräche gab es in der aktuellen Runde der Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst nur wenig Annäherung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern. Die Streiks gingen unterdessen unvermindert weiter.

Auch heute legten in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Sachsen wieder rund 15.000 Erzieherinnen und Sozialarbeiter die Arbeit nieder, um für besseren Gesundheitsschutz und eine angemessene Bezahlung zu demonstrieren.

Der anhaltende Protest der Beschäftigten unterstrich erneut die Position der Gewerkschaften GEW und ver.di bei den Gesprächen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) am Montag und Dienstag in Fulda.

"Wir haben in Fulda zum ersten Mal ernsthafte, an Sachfragen orientierte Gespräche geführt. Es hat aber kaum Annäherung gegeben", resümierte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad, nachdem die Verhandlungen vertagt worden waren. "Jetzt schlägt die Stunde der Rechner: An einzelnen Berufsgruppen wie Erzieherinnen wird durchdekliniert, zu welchen Verlusten die Umstellung vom Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) für die Beschäftigten beim Lebenseinkommen führen. Auf dieser Grundlage verhandeln wir jetzt über mögliche Lösungswege", so Schaad weiter.

Eingeleitet wurden die Verhandlungen mit einer Großdemo am Montag in Köln: Rund 30.000 Erzieherinnen, Sozialarbeiter und Sozialpädagoginnen demonstrierten Stärke und machten deutlich, was sie von den Arbeitgebern erwarten: eine gerechte Eingruppierung und endlich ein tragfähiges Angebot zum Gesundheitsschutz!

Bilder: privat

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