03.03.2010

Lehrerbezahlung: Wer bietet mehr?

Immer wieder fragen Studierende und Lehramtsanwärter danach, in welchem Bundesland Lehrerinnen und Lehrer am besten bezahlt werden. Die GEW hat die entsprechenden Daten - gültig seit 1. März 2010 - gesammelt und übersichtlich zusammengefasst. Die Übersicht wird aktualisiert, sobald in allen Ländern klar ist, wann und wie das Tarifergebnis 2011 mit den Ländern auf die Beamtenbesoldung übertragen wird.

Deutliche Unterschiede in der Bezahlung

Seit der Föderalismusreform I sind die Bundesländer selbst für das Dienstrecht, darunter auch die Besoldung ihrer Beamtinnen und Beamten, zuständig. Dies hat dazu geführt, dass sich die Besoldung von Lehrkräften immer weiter auseinander entwickelt. In Zeiten von Pensionierungswelle und drohendem Lehrermangel steckt in dieser Entwicklung ein ungeahnter sozialer Sprengstoff.

Inzwischen unterscheidet sich sogar die Struktur der Besoldung: In einigen Ländern gilt noch das traditionelle Dienstaltersprinzip, d. h. ältere Berufsanfänger erhalten meist eine höhere Einstiegsbezahlung. Andere Länder hingegen haben, wie der Angestelltenbereich im öffentlichen Dienst auch, auf Erfahrungsstufen umgestellt, nach denen Berufsanfänger unabhängig vom Alter gleich viel bekommen und nur die Berufserfahrung sich gehaltssteigernd auswirkt.

Hinzu kommt, dass es in den Bundesländern teils recht unterschiedliche Schulformen und auch Abgrenzungen zwischen den verschiedenen Lehrämtern gibt. Diese gehen z. T. auch mit unterschiedlicher Zuordnung der Ämter zu den Besoldungsgruppen einher. Insbesondere gilt dies für die Schulformen der Sekundarstufe I.

Als kleinsten gemeinsamen Nenner und zugleich "unteren" und "oberen" Rand werden beim von der GEW vorgenommenen Gehaltsvergleich die Lehrämter "Grundschule" und "Studienrätin/rat am Gymnasium" verglichen. Erstere sind in allen Bundesländern der (niedrigeren) Besoldungsgruppe A12 zugeordnet, letztere in allen Bundesländern der Besoldungsgruppe A13. Wegen der teilweise vorhandenen Unterschiede je nach Einstiegsalter werden hier Berufsanfänger mit 27 Jahren (Minimum nach Abitur, Wehr- oder Zivildienst, Studium und Referendariat) sowie mit 31 Jahren (Durchschnittsalter bei Abschluss des Referendariats) abgebildet.

Einige Bundesländer stellen Lehrkräfte grundsätzlich nur im Angestelltenverhältnis ein. Hier sind die Bruttowerte für angestellte Lehrkräfte an Grundschulen resp. Gymnasien eingetragen, die bundesweit einheitlich sind.


/ zum Seitenanfang