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23.04.2009  

Mehr Druck auf Arbeitgeber

Auch am 23. April trafen sich viele Kolleginnen und Kollegen, um weiter Druck auf die kommunalen Arbeitgeber zu machen. Wir berichten aus Hamburg und Dresden.

Seitenabschnitte:

Dresden

Fahrrad- und Autokorso in Dresden

Einem gemeinsamen Aufruf von GEW und ver.di folgend, protestierten am 23.04.09 in der Hauptverkehrszeit ca 500 Erzieherinnen, Sozialarbeiter und Sozialpädagoginnen in einem einen Kilometer langen Fahrrad- und Autokorso im Zentrum Dresdens. Die Fahrtroute ging natürlich am Rathaus und Landtag vorbei. Das Hup- und Klingelkonzert ohnegleichen war dort deutlich zu hören.
Im Mittelpunkt standen die Forderungen nach einer gerechten Eingruppierung der Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes (Entgeltordnung) sowie nach einem Tarifvertrag für einen besseren Gesundheitsschutz.
Der Korso begann 17.00 Uhr mit einer kurzen Kundgebung auf dem Postplatz, auf der Vertreter von GEW und ver.di die Arbeitgeber aufforderten, endlich ernsthafte Verhandlungen zum Thema Gesundheitsschutz aufzunehmen und den gesellschaftlichen Ansprüchen an diese Berufsgruppen mit einem adäquaten Eingruppierungsangebot zu entsprechen. Gegen 18.30 Uhr erreichten die Korsoteilnehmerinnen und Teilnehmer wieder den Ausgangspunkt und ließen fast 1000 Luftballons als Zeichen ihres Protest gegen das letzte Angebot der Arbeitgeber steigen. Mit dem Versprechen, wieder zu kommen, falls sich nicht bewegt, wurde die erfolgreiche Aktion für diesmal beendet.




Text und Bilder: Claus Scharschuch


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Hamburg

Kundgebung vor der Moorweide

Ab 16.30 Uhr versammelten sich rund 600 Beschäftigte aus dem Sozial- und Erziehungsdienst vor der Moorweide am Hamburger Dammtorbahnhof. Viele Kolleginnen und Kollegen aus den Hamburger Kindertagesstätten waren dem gemeinsamen Aufruf von GEW und ver.di gefolgt und protestierten auf der Kundgebung gegen das unverfrorene Angebot der kommunalen Arbeitgeberverbände. Nach der Eröffnungsrede von Wolfgang Rose, Landesvorsitzender von ve.rdi, schilderten Kolleginnen aus unterschiedlichen Einrichtungen, Kitas, Ämtern der sozialen Dienste und dem kirchlichen Jugendwerk ihren Unmut über die Geringschätzung ihrer Arbeit, die sich durch das letzte Angebot der VKA vom 21.04. aufzeigt. Jens Kastner, stellvertrender Vorsitzender der Hamburger GEW wies in seiner Abschlussrede auf die besondere Situation in Hamburg hin, die darin bestehe, dass es in Hamburg keine kommunal betriebenen Kitas gibt, sondern „nur“ eine Finanzierungsverpflichtung der Stadt gegenüber den privaten/gemeinnützigen Trägern, die in Hamburg Kindertagesstättenplätze anbieten. Mit den Worten: „ Der Hamburger Senat lehnt sich zurück und lässt die tarifgebundenen Arbeitgeber die Auseinandersetzung mit den Kolleginnen und Kollegen alleine führen. Aber wir entlassen den Hamburger Senat nicht aus der Pflicht, die Finanzierung in der Höhe durchzuführen, die es den Arbeitgebern erlaubt, allen Kolleginnen und Kollegen ein anständiges Gehalt entsprechend der Entgeltgruppe 9 zu zahlen“, wies Kollege Kastner dem Hamburger Senat die Verantwortung für eine angemessene Bezahlung unserer Kolleginnen und Kollegen zu und erhielt dafür lautstarke Zustimmung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.



Text und Bilder: Jens Kastner & GEW Hamburg


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Rede von J. Kastner

 

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