
Zunächst werden im Bericht unterschiedliche Ansätze bei der Bilanzierung familienpolitischer Leistungen aufgezeigt. Die Kriterien einer nachhaltigen Familienpolitik werden schließlich auch an den Maßnahmen verschiedener anderer europäischer Länder gemessen.
Dabei wird vor allen Dingen auf Unübersichtlichkeit der staatlichen Maßnahmen und Leistungen in Deutschland hingewiesen. Beispielsweise investiere - laut Robert Bosch Stiftung - Deutschland 2,9 % des Bruttoinlandprodukts (BPI) in familienpolitische Sach- und Barleistungen und liege somit über dem EU-Durchschnitt. Allerdings habe die Verteilung der im internationalen Vergleich recht hohen finanziellen Leistungen „wenig zielgerichtete Schwerpunktsetzungen“.
Um hier Abhilfe zu schaffen, soll in Deutschland ab September ein wissenschaftliches "Kompetenzzentrum für Familienleistungen" geschaffen werden, berichtet Familienministerin Ursula von der Leyen im Vorwort des Monitors. Mit einem solchen Kompetenzzentrum sowie weiterer qualifizierter Unterstützung würden die familienpolitischen Investitionen von Zersplitterung und Widersprüchlichkeiten befreit, so die Ministerin.