Rund 25.000 Kolleginnen und Kollegen des Sozial- und Erziehungsdienstes beteiligten sich an den Ausständen.
Auf einer Kundgebung in Halle, Sachsen-Anhalt, machte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad deutlich, was von dem letzten "Angebot" der Arbeitgeber zu halten ist: „Das jüngste Arbeitgeberangebot nach tagelangem Verhandlungsmarathon war eine Zumutung: von einer Aufwertung des Erzieherinnen-Berufs keine Rede. Im Gegenteil: Das Einkommen für den Großteil der Erzieherinnen soll unter dem Niveau von 1990 eingefroren werden. Für die Arbeitgeber bleibt es dabei: Erzieherinnen sind Basteltanten. Die Arbeitgeber nehmen nicht zur Kenntnis, dass die Kita-Beschäftigten einen Bildungsauftrag haben!“
Mit ihrem tosenden Beifall machten die Kolleginnen und Kollegen deutlich, dass sie erwarten, dass die VKA ihre Arbeit endlich wertschätzt!
In Halle (Saale) versammelten sich über 600 Streikende aus Halle, Köthen und Dessau-Roßlau auf dem Hallenser Hallmarkt. Zuvor hatte eine Abordnung der Streikenden vor dem Rathaus dem Sozialbürgermeister Tobias Kogge (CDU) die Forderungen der Gewerkschaften überreicht.
Der Demonstration durch die Innenstadt folgte eine Kundgebung am Rande des Riebeckplatzes, bei der GEW-Tarifexpertin Ilse Schaad die Arbeitgeber aufforderte, endlich ein seriöses Angebot vorzulegen. Sie sprach sich für eine Aufwertung des Erzieherinnenberufes aus. GEW-Landesvorsitzender Thomas Lippmann wies auf die enorme Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen des Sozial- und Erziehungsdienstes hin, sich für die eigenen Interessen einzusetzen: "Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt. Wer sich nicht organisiert, ist angeschmiert!"
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ![]() |
Text und Bilder: Daniel Merbitz