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05.06.2007

Neuer GEW-Flyer: Lehrerinnen und Lehrer in Integrationskursen

Seit 1973 gibt es staatlich geförderte Sprachkurse für Zuwanderer. Die verschiedenen Förderungsmodelle wurden nach Erlass des Zuwanderungsgesetzes ab 01.01.2005 durch so genannte Integrationskursen abgelöst, die hauptsächlich Sprachförderung beinhalten. Durch das neue Konzept ist vieles schlechter geworden.

Rund 220.000 Zuwanderer (Stand: 30.10.2006) haben laut Evaluation durch das dänische Unternehmen Rambøll im Auftrag des Bundesministerium des Inneren einen Integrationskurs begonnen, zwei Drittel der Berechtigten allerdings noch nicht.

Die Rambøll-Studie zeigt: Die Integrationskurse bringen für Teilnehmer und Lehrkräfte viele Nachteile mit sich:

  • Durch die gemäß der Integrationskursverordnung (IntV) gewährten Mittel von 2,05 Euro je Teilnehmerstunde wurde die Finanzierung der Sprachkurse einschneidend verschlechtert
  • Das bisherige Garantiehonorar von 23,10 Euro wurde ersatzlos gestrichen. Folge: Die Honorare sinken vielerorts unter das Existenzminimum. Ein großer Teil der über 10.000 Lehrkräfte arbeitet unter unzumutbaren Bedingungen. Gleichzeitig wird die Mehrzahl der Lehrkräfte mit kostenintensiven Nachschulungsforderungen konfrontiert bzw. ihr die Qualifikation zur ausgeübten Tätigkeit abgesprochen.
  • Die bisherige Förderungshöchstdauer wurde drastisch reduziert und auf 600 Stunden für den Spracherwerb beschränkt.
  • Die Teilnehmerzahl wurde erhöht auf 25 pro Kurs. Folge: Team-Teaching sowie begleitende sozialpädagogische Betreuung sind entfallen.
  • Ein ausuferndes Kontrollregime soll zusammen mit Teilnahmeverpflichtungen die Datenbasis für ein staatliches Sanktionierungswesen erstellen und führt bei den Trägern zu einem kaum bewältigbaren bürokratischen Mehraufwand.
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