Die Kinder sind aufgeregt. Auch viele Erwachsene sind gekommen, um bei der Eröffnung des neu gestalteten Spielplatzes dabei zu sein. Ein kleiner Junge darf das Band zerschneiden, das den Kindern den Zugang zum Spielplatz noch einige Augenblicke verwehrt. Doch der Umgang mit einer großen Schere will gelernt sein. Im zweiten Anlauf und mit Hilfe eines Erwachsenen klappt es dann. Unter großem Gejohle nehmen die Kinder den neuen Spielplatz in Besitz.
Seit bald zehn Jahren bietet HOKISA im südafrikanischen Township Masiphumele Kindern mit HIV/AIDS-Erkrankung medizinische Hilfe und qualifizierte Betreuung. Zwanzig Kinder und Jugendliche aller Altergruppen, die nicht von ihren Familien unterstützt werden können, leben in dem Kinderheim gemeinsam unter einem Dach. Betreut werden sie von einem engagierten Team von Fachkräften, die gleichzeitig auch Aufklärungsarbeit im Township leisten. Dies ist besonders wichtig in einem Land, das weltweit einen Spitzenplatz bei den AIDS-Erkrankungen einnimmt.
In weiten Teilen der südafrikanischen Gesellschaft ist AIDS immer noch ein Tabuthema. Akzeptanz und gute Nachbarschaft im Township sind daher entscheidend für die Entwicklung der Kinder und den Erfolg der Arbeit von HOKISA. Selbstverständlich besuchen die HOKISA-Kinder gemeinsam mit anderen Kindern aus dem Township die öffentlichen Schulen in Masiphumelele. Und natürlich steht der neue HOKISA-Spielplatz, der im November 2010 feierlich eingeweiht wurde, auch den Kindern aus der Nachbarschaft zur Verfügung.
HOKISA ist auf private Spenden angewiesen. Helfen Sie mit! Ihre Spende gibt Kindern in Südafrika, die HIV infiziert oder an AIDS erkrankt sind, eine Zukunft. Der Heinrich-Rodenstein-Fonds der GEW unterstützt die Arbeit von HOKISA. Wir garantieren, dass jeder gespendete Euro ohne Abzüge bei HOKISA ankommt.
![]() | ![]() | ![]() |
Der neue HOKISA-Spielplatz wird auch von Kindern aus der Nachbarschaft genutzt
Text: Manfred Brinkmann
Fotos: HOKISA