Schwerpunkt 09-2010: Lebenschancen Jugendlicher

„Keine Verweigerer – eher Hungrige“, so sieht Thomas Johanssen, Schulleiter der Produktionsschule Hamburg-Altona, seine Schülerinnen und Schüler in der Reportage von Tina Fritsche. Fast alle haben gescheiterte Schulkarrieren hinter sich. In Altona werden sie über den Produktionsprozess, über das Kochen, Schreinern, Tischlern wieder motiviert zu lernen. Es ist ihre zweite, vielleicht ihre letzte Chance, ins Berufsleben einzusteigen.
 

03.09.2010  -  Gastkommentar: Nichts ist gut

Kurz vor der Sommerpause hat „die Wissenschaft“ noch einmal richtig zugelangt: Kilo schwer ihre Berichte zur Lage der Bildung in Deutschland, zur Integration, zur Entwicklung der beruflichen Bildung, zu den Bildungs­chancen der Migrantinnen und Migranten, zu den sprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in der neunten Klasse, zur Ausgrenzung des unteren Drittels der Bevölkerung und zur wachsenden Ungleichheit in Deutschland und der Europäischen Union.  / mehr...


03.09.2010  -  „Eine coole Schule“ – die Produktionsschule Altona in Hamburg

„Eine coole Schule“ nennen die Schülerinnen und Schüler der Produktionsschule Altona in Hamburg ihre Einrichtung. In der Tat: keine normale Schule, niemand muss hier die Schulbank drücken. Er oder sie lernt stattdessen beim Tischlern nicht nur das Handwerkliche, sondern noch jede Menge anderes. Viele kommen ohne Abgangszeugnis und mit geringer beruflicher Perspektive. In Altona erhalten sie eine „zweite Chance“, um ins Berufsleben einzusteigen. Doch nicht alle erreichen am Ende das Ziel.  / mehr...


03.09.2010  -  Jugendliche auf dem Weg von der Schule in den Beruf

Nach einer Pressemeldung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zum neuen Ausbildungsjahr am 1. August sind die Chancen Jugendlicher auf einen Ausbildungsplatz 2010 besser als in den vergangenen Jahren. So weit so gut. Heißt das, dass sich zukünftig die Übergangsprobleme Jugendlicher von der Schule in die Erwerbstätigkeit vermindern? Vor allem für jene, die als „Benachteiligte“ bezeichnet werden und vorerst im Maßnahmenlabyrinth des Übergangssys­tems verloren gehen?  / mehr...


03.09.2010  -  Bessere Förderung: Fehlanzeige

Bei der besseren Förderung benachteiligter Schülerinnen und Schüler stagniert das deutsche Bildungssystem. Zehn Jahre nach der ersten PISA-Studie treten die Kultusminister auf der Stelle, hat die Republik immer noch 20 Prozent 15-Jähriger, die kaum lesen und schreiben können. Warum?  / mehr...


03.09.2010  -  Wie aus Kindern „Risikoschüler“ werden - Versuch einer Typologie des Scheiterns

Wie aus Kindern „Risikoschüler“ werden, nennt der Erziehungswissenschaftler Wilfried Breyvogel seine gemeinsam mit Studierenden erstellten Fallstudien zur Bildungsarmut an Hauptschulen im Ruhrgebiet*. Welche institutionellen sozialen und psychologischen Faktoren bei Jugendlichen Lernleistungen und Schulerfolg zusätzlich beeinträchtigen, machen die Untersuchungen deutlich.  / mehr...


03.09.2010  -  „Kein Abschluss ohne Anschluss“: Ein Hamburger Ausbildungsmodell

Seit Jahren wird in Deutschland über die besten Wege diskutiert, Jugendliche auf dem Weg von der Schule in den Beruf nicht in frustrierenden Warteschleifen hängen zu lassen, sondern zügig in Ausbildung und Anstellung zu bringen. Hamburg geht neue Wege.  / mehr...


03.09.2010  -  Gelsenkirchen – warum eine Kommune in Sprach- und Familienförderung investiert

Die Kita an der Skaggerakstraße liegt mitten in Bulmke-Hüllen, einem Stadtteil Gelsenkirchens. Dass die Haushaltslage hier alles andere als rosig, die Zahl der Arbeitslosen (zirka 14 Prozent) dafür besonders hoch ist, lässt Schlimmes für die Möglichkeiten der Stadt ahnen, in Bildung und Erziehung zu investieren. Doch das Gegenteil ist der Fall.  / mehr...

E&W 9/2010 Schwerpunkt Lebenschancen

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