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TV- und Radio-Tipps

5. Februar 2012, 8.45 Uhr: Ich bin raus

Aussteiger aus der rechtsradikalen Szene

Sie sind jetzt um die 30 Jahre alt. Schon als Schüler gehörten sie zur rechtsextremen Szene. Sie bereiteten sich für das "Vierte Deutsche Reich" vor, schlugen zu, verbreiteten Angst und versuchten mit Sozialarbeit und Lagerfeuerromantik neue Anhänger zu werben. Zwei ehemalige Neonazis, Anführer von Kameradschaften, erzählen, wie sie in die Szene kamen, was sie dort jahrelang faszinierte und wie sie den Ausstieg schafften. Die Lehrer in der Schule - in Ost wie in West - setzten sich nicht mit den Jugendlichen auseinander, und so lebten sie mit ihren Kameraden in einer eigenen deutschen Welt. Durch die Hilfe der Aussteigerorganisation EXIT haben es diese zwei langsam geschafft, sich von ihrem alten Leben zu lösen. Das ist nicht ungefährlich. Heute gehen sie in Schulen und erzählen von ihrer Neonazizeit, um aufzuklären und etwas von ihren Schuldgefühlen zu verlieren.

MDR Fernsehen


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5. Februar 2012, 10.40 Uhr: Auswandern auf Probe (1)

Jobtester in der Schweiz und Australien

Beitrag u.a.:
Die Rostockerin Kerstin Lenz (47) war schon zu DDR-Zeiten Grundschullehrerin. Seit Jahren lebt sie in Bremerhaven und unterrichtet dort die Kleinsten. Doch sie will ihrem Leben einen neuen Kick geben, nicht in Routine ersticken. Finnland, mit seinem Schnee und seiner Stille reizt sie sehr. Die passionierte Wintersportlerin erfährt, warum finnische Schüler zu den Besten Europas gehören, dass Tango auch im kühlen Norden eine Rolle spielt und überlegt, ob sie einfach bleiben soll.

ZDFneo


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6. Februar 2012, 22.00 Uhr: Die Hartz-IV-Fabrik - Geschäfte mit der Arbeitslosigkeit

Die Hartz-Maschine brummt. So werden Fernfahrer mit Geldern des Jobcenters qualifiziert, Spediteure können sich teure Ausbildungsmaßnahmen sparen, der Steuerzahler springt ein. Es gibt Strickseminare, Supermärkte mit Gummieiern, Theaterkurse und Telefonausbildung. "Maßnahmen", angeboten von einem Wirtschaftszweig, dem es umso besser geht, je mehr Menschen auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Jeden Monat kassieren diese Bildungsträger 500 bis 800 Euro pro Teilnehmer von den Jobcentern für solche oft halbjährlichen Kurse. Manche Arbeitslose sitzen bereits zum fünften Mal im Seminar "Wie bewerbe ich mich richtig?". Rita Knobel-Ulrich hat sich umgesehen im boomenden Wirtschaftszweig derer, die mit der Arbeitslosigkeit in Deutschland gutes Geld machen.

NDR Fernsehen


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9. Februar 2012, 22.35 Uhr: Hungerlohn trotz Vollzeitjob

Arbeit zahlt sich oft nicht mehr aus. Junge Menschen, Alleinerziehende und ganze Familien geraten in Not. Manche versuchen, mit einem Zweitjob über die Runden zu kommen, andere probieren den Weg in die Selbstständigkeit. Sie alle verbindet, dass mit ihrem Einkommen kein Auskommen ist und sie deshalb trotz ehrlicher Arbeit auf zusätzliche Hartz IV-Bezüge angewiesen sind.

MDR Fernsehen


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10. Februar 2012, 21.15 Uhr: Heimat ohne Zukunft?

Jung, männlich, arbeitslos

Ostvorpommern am Rande der Republik: Arbeit gibt es hier wenig. Bei den männlichen Erstwählern ist die NPD stärkste Kraft. Auf blühende Landschaften haben die Menschen bisher vergeblich gewartet. Wer die Möglichkeit hat, wandert ab. Bleiben oder gehen? Die Reportage porträtiert zwei junge Männer zwischen Perspektivlosigkeit und Hoffnung.

NDR Fernsehen


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12. Februar 2012, 10.30 Uhr: Menschen unter uns

Hart und herzlich - Eine türkische Lehrerin gibt nicht auf

Für viele ihrer Schülerinnen und Schüler ist sie "eine von uns", aber für fundamentalistische Familien ist die weltoffene türkische Lehrerin eine Reizfigur: Betül Durmaz (40), geboren in Istanbul, aufgewachsen im Ruhrgebiet, unterrichtet an der Malteser-Förderschule in Gelsenkirchen und kämpft hier täglich den fast aussichtslosen Kampf um Integration und Chancengleichheit. 70 Prozent der Kinder an ihrer Schule haben ausländische Wurzeln. Aber von den 30 Lehrern ihrer Schule ist sie die Einzige, die selbst eine Zuwanderungsgeschichte hat. Der Einsatz für eine bessere Integration ihrer Schüler und gegen eine Parallelwelt mit eigenen Gesetzen kann nur von wenigen so direkt und leidenschaftlich geführt werden wie von Betül Durmaz. Selbst wenn ihr Alltag nervenaufreibend ist und ihre Perspektive oft aussichtslos erscheint - die türkische Lehrerin gibt nicht auf.

SWR Fernsehen


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12. Februar 2012, 12.30 Uhr: Kochvergnügen im Bauwagen

Ein Bauwagen vor einem Kindergarten in Offenbach, darin eine Zwergenküche und acht kleine Köche, ausgestattet mit Schürze und Kochhut. Das ist das Slowmobil, der jüngste Ableger von Slowfood Frankfurt. Die Idee ist, den Kids zu zeigen, wie einfach es ist und wie viel Spaß es macht, mit gesunden Lebensmitteln zu kochen. In Offenbach lernten die kleinen Köche, wie Pflaumen aussehen und wie man daraus ein leckeres Kompott kochen kann. Dazu gab es Waffeln, aus Vollkornmehl. Viele Mütter würden annehmen, dass das nicht gerade das beliebsteste Kinderessen ist - weit gefehlt. Alle haben mit Begeisterung mitgemacht und zum Schluss richtig reingehauen - und sich gewünscht, dass die Mama so was auch mal macht ..

hr Fernsehen


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13. Februar 2012, 22.45 Uhr: Facebook

Milliardengeschäft Freundschaft

Für mehr als 800 Millionen Menschen weltweit gehört Facebook zum Alltag dazu - jeder vierte Deutsche ist „drin". Facebook selbst macht damit geschätzt mehr als vier Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2011. „Unsere Mission ist es, aus der Welt einen besseren Ort zu machen, indem wir offener und vernetzter werden", so die Vision des 27-jährigen Firmengründers Mark Zuckerberg. Doch hinter dem so nützlich scheinenden sozialen Netzwerk steckt auch der aktuell aggressivste Datensammler im Internet. Der Film zeigt auf, wie das Milliardengeschäft mit der Freundschaft funktioniert. Zentral ist dabei die Frage, wie Facebook sein Geld verdient und was im Hintergrund mit den Nutzerdaten geschieht.

ARD


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14. Februar 2012, 22.45 Uhr: Der Tag, als der Mob die Inder hetzte

August 2007, Volksfest im sächsischen Mügeln. Es fließt reichlich Alkohol, und wie so oft gibt es irgendwann in der Nacht eine Schlägerei. Aber diesmal ist alles anders, denn es geht um Leben und Tod. Deutsche Jugendliche greifen eine Gruppe von Indern an, die im Festzelt mitfeiern. Die Schlägerei eskaliert, die Inder fliehen und retten sich in eine Pizzeria schräg gegenüber. Stundenlang belagert sie ein bis zu hundertköpfiger Mob, skandiert rechtsradikale Parolen. Nur mit Mühe kann die Polizei verhindern, dass die Menge die Pizzeria stürmt. "Nazis hetzen Inder durch Mügeln": Diese Schlagzeile macht die sächsische Kleinstadt über Nacht bekannt. Aber was geschah in Mügeln wirklich? Haben zugereiste Nazis die Inder angegriffen, wie Zeugen behaupten, oder waren ganz normale Bürger die Drahtzieher? Wer hat eigentlich mit dem Streit angefangen? Ist es denkbar, dass die Opfer selbst auch Täter waren, wie wenige Tage später die deutschen Jugendlichen in den Vernehmungen behaupteten? Der Film von Kamil Taylan rekonstruiert, was in Mügeln geschah, zeigt die Ereignisse aus der Sicht der Betroffenen und Beteiligten, beschreibt die Reaktionen der Öffentlichkeit und der Stadtpolitiker, analysiert die Ermittlungsfehler der Staatsanwaltschaft - und legt Beweise vor, wer die Täter waren und aus welchem Umfeld sie stammen.

hr Fernsehen


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19. Februar 2012, 8.30 Uhr: SWR2 Wissen: Aula

Franz ist anders als Ulrike: Umgang mit Verschiedenheit in der Schule

Die Dreigliedrigkeit unseres allgemeinbildenden Schulwesens entspricht auf fatale Weise der Dreigliedrigkeit der deutschen Klassengesellschaft und dient, wenn nicht der Reproduktion eben dieser Klassengesellschaft, dann doch mit Hilfe des Gymnasiums der Absicherung privilegierter Bildungschancen der bürgerlichen Mittel- und Oberschichten. Dieser Umstand erklärt zum einen die seit Jahrzehnten unvermindert ansteigenden Übergangsquoten ins Gymnasium, zum andern die heftige Gegenwehr dieser Schichten gegen „Einheits“- und „Gesamtschulen“, denen „Gleichmacherei“ und Öffnung der Bildungschancen zu Lasten der Eliten und ihres Nachwuchses unterstellt wird. Doch das dreigliedrige System ist nicht mehr zeitgemäß, weil es in keiner Weise richtig mit der Heterogenität der Schüler umzugehen weiß. Ulrich Herrmann, emeritierter Professor für Pädagogik, plädiert für ein neues Schulsystem.

SWR2 Radio


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23. Februar 2012, 8.25 Uhr: X:enius

Wie fördern wir Babys und Kleinkinder in den ersten Lebensjahren von Null bis Drei am besten, und wie sieht die frühkindliche Förderung in anderen Ländern aus? Dörthe Eickelberg und Pierre Girard sind heute in einem Waldkindergarten in der Nähe von Frankfurt und treffen dort die Kindheitsforscherin Doktor Donata Elschenbroich. "X:enius" über kleine Forscher und Entdecker und über Kinder als die besten Lerner der Welt.

ARTE


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23. Februar 2012, 22.15 Uhr: Rätsel Burnout

Ob Manager, Sekretärin, Lehrer oder Bankangestellter, das Phänomen Burnout greift um sich in der Welt der Arbeit. Doch handelt es sich bei dieser Erscheinung um Einbildung oder um eine echte Krankheit? Für die Leidenden ist die Antwort auf diese Frage eher zweitrangig, sie verlangen nach Hilfe. Die Filmemacher Manfred Baur und Hannes Schuler gehen in ihrer Dokumentation dem Phänomen Burnout erstmals wissenschaftlich auf den Grund. Was ist Burnout überhaupt? Wie entsteht er? Wie kann man ihn sicher diagnostizieren? Und vor allem, wie kann man ihn erfolgreich behandeln? Wissenschaftler und Arbeitspsychologen analysieren unterschiedliche Krankheitsbilder, entwickeln verschiedene Diagnosewerkzeuge, begeben sich auf die Spur der Gene und weisen den Weg zu erfolgreichen Therapien.

ARTE


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Täglich von 21.05 bis 22.00 Uhr: „Französisch"

Das neue Wissensprogamm: Fünfmal wöchentlich übernimmt DRadio Wissen französischsprachige Sendungen von Radio France.

Von Montag bis Freitag führt das neue Wissensprogamm jeweils von 21.05 bis 22.00 Uhr durch die französischsprachige Wissenswelt mit Themen aus Literatur, Geschichte, Wissenschaft, Philosophie und Reisen.

DRadio Wissen berichtet über Wissenschaft und Alltagswissen, über Campus und Karriere, Natur und Literatur, über Web und Wirtschaft. Wochentags im Abendprogramm und am Wochenende wird mit „Radiolinks“ außerdem eine Verbindung zur nationalen und internationalen Medienlandschaft hergestellt. DRadio Wissen verlinkt zu den interessantesten Wissensangeboten anderer Medien und kooperiert hierbei mit den Landesrundfunkanstalten der ARD und mit internationalen Rundfunk-Größen wie dem Schweizer Radio DRS. Die in „Radiolinks“ übernommenen, französischsprachigen Beiträge sind Produktionen von Radio France.

Mo: France Inter: La tête au carré
Di: France Culture - La fabrique de l´histoire
Mi: France Inter - Et pourtant elle tourne
Do: France Culture - Les nouveaux chemins de la connaissance
Fr: France Inter - Humeur vagabonde

Wer noch einmal in Ruhe die sprachlich anspruchsvollen Sendungen nachhören möchte, dem sei der neue Radio Recorder des Deutschlandradios empfohlen.

Deutschlandradio Wissen


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Freitags von 7.00 bis 7.15 Uhr: „Latein"

Nachrichten auf Latein

Jeden Freitag sendet DRadio Wissen Nachrichten auf Latein. Immer zwischen 7 Uhr und 7.15 Uhr - in der Sendung Agenda - ist dabei Aktuelles aus Deutschland und der Welt in lateinischer Sprache zu hören.

Die Sendung richtet sich neben Lateinliebhabern vor allem an Schüler und Lehrer. Durch die Möglichkeit, alle Beiträge mit dem DRadio-Recorder mitzuschneiden, eignen sich die Latein-Nachrichten hervorragend für den Unterricht. Wer sich nicht bei jeder Latein-Vokabel sicher ist, findet auf der Internetseite von DRadio Wissen in den deutschen Übersetzungen der Nachrichten eine Lernkontrolle.

Ein ganzes Team von Übersetzern arbeitet an der Umsetzung interessanter Themen aus Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft - und zeigt damit, dass die Sprache alles andere als „tot" ist. Dabei stellt die Tagesaktualität selbst die Lateinexperten vor große Herausforderungen: Beiträge mit Wörtern wie Ufo-Meldestelle oder Afghanistan-Einsatz sind auch für sie nicht immer leicht zu übersetzen.

Deutschlandradio Wissen


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Montags, 19.00 Uhr, und mittwochs, 10.00 Uhr: „Ich mach's"

Berufe im Portrait

Mehr als 350 Berufe im Dualen System, dazu kommen Lehrstellen bei Behörden und der Bahn, außerdem locken Fachschulen mit ihren Abschlüssen - doch welche Ausbildung in Betrieb und Berufsschule ist für wen richtig? "Ich mach's" bringt es auf den Punkt. Ob Kfz-Mechatroniker oder Arzthelferin, Holzbildhauerin oder Kaufmann für Dialogmarketing: Die Sendereihe zeigt, welche Voraussetzungen gefordert sind, worauf es in der Lehre ankommt.

BR alpha montags, 19.00 Uhr, und hr Fernsehen mittwochs, 9.45 Uhr


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Podcast: Bertelsmann und die Machtzentren der BRD

Im September 2010 wurde der Bertelsmann-Konzern 175 Jahre alt. Gefeiert wurde in Berlin mit einem großen Festakt mit allerlei Prominenz - vor allem aus der Politik. Das passte fabelhaft als Thema für "der Tag": Seit langem verkauft Bertelsmann nicht nur Bücher und sonstige Medien, sondern vor allem politische Expertise. Die Bertelsmann-Stiftung berät nicht nur Politiker, sie macht Politik in einem Maße, dass Kritiker schon von einer Nebenregierung in Gütersloh sprechen. Ja, was denn sonst. Die Machtzentren dieser Republik liegen doch nicht in den Metropolen. Nicht in Berlin oder Hamburg oder München oder Köln. Sondern sie lagen immer schon in der vermeintlichen Provinz. In Gütersloh, in Wolfsburg, in Fürth, in Untertürkheim, in Rüsselsheim. Oh, wie schön ist Gütersloh - die Machtzentren der Republik. Nachzuhören in DER TAG vom 15.09.2010.


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