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17.12.2009  

TVöD-Tarifrunde 2010: Forderungen stehen

Die GEW beschließt Forderungspaket mit einem Gesamtvolumen von fünf Prozent. Am 17.Dezember 2009 hat der Koordinierungsvorstand der GEW Forderungen für dieTarifrunde 2010 im Gesamtvolumen von fünf Prozent beschlossen.Damit bestätigte die GEW die in gemeinsamen Diskussionen mit ver.di, der GdP und der dbb tarifunion entwickelte Forderungslinie, die diese in ihren Gremien bereits am 15.Dezember verabschiedet hatten.

Zum Gesamtvolumen gehören:
• Entgelterhöhung mit einer sozialen Komponente bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten und Erhöhung der Entgelte für Praktikantinnen und Praktikanten um 100 Euro
• die Verlängerung des Tarifvertrages über die Altersteilzeitarbeit und dessen Anpassung an den Stand der Gesetzgebung
• die Wiedereinführung der Bewährungs- und Tätigkeitsaufstiege sowie der Vergütungsgruppenzulagen
• Verbesserungen des Manteltarifrechts. Hierzu gehören unter anderem:
-- die weitere Angleichung der im Tarifgebiet Ost geltenden Tarifregelungen an die Regelungen im Tarifgebiet West
-- die Anrechnung des Referendariats oder Vorbereitungsdienstes für Lehrkräfte auf die Stufenlaufzeit in der Stufe 1 auch bei kommunalen Arbeitgebern.

Forderung mit Augenmaß
Die Gewerkschaften orientieren sich bei ihrer Forderung am Produktivitätsfortschritt und an der Inflation. Für 2010 wird prognostiziert, dass die Produktivität um 1,5 bis 1,6 Prozent wächst. Des Weiteren wird erwartet, dass die Preise um 1,2 Prozent steigen. Auf die Beschäftigten kommen weitere finanzielle Belastungen zu: Durch Zusatzbeiträge für die gesetzliche Krankenversicherung, die von den Versicherten allein zu tragen sind, werden 2010 voraussichtlich zwischen 30 und 40 Euro monatlich weniger im Geldbeutel sein. Das entspricht rund 0,7 Prozent des Durchschnittsentgelts. Hinzu kommt, dass die Arbeitgeber seit Einführung
des TVöD durch die Abschaffung der im BAT üblichen Aufstiege von Jahr zu Jahr mehr Geld sparen, das eigentlich den Beschäftigten zusteht. Alles zusammengenommen ist die Forderung mit einem Gesamtvolumen von fünf Prozent daher gerechtfertigt.

Weitere Infos finden Sie im Tarifinfo Nr. 2 im Download-Bereich

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