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Tarifpolitische KonferenzAm 8., 9. und 10. September 2006 fand die Tarifpolitische Konferenz des GEW-Hauptvorstandes im Goethe-Institut in Athen statt .
Schwerpunkt der Konferenz war die Situation der Ortskräfte.
Seit über zehn Jahren ist der BAT für Ortskräfte Auslaufmodell. Mit einem beispiellosen Tarifvertrag zur Regelung eines Verfahrens zur Festlegung von Arbeitsbedingungen an den Goethe-Instituten im Ausland hat die GEW Neuland beschritten.
Mit einem tariflich festgelegten Verfahren werden die Interessenvertretungen der Ortskräfte im Ausland - die Vertrauenspersonen - an der Festlegung der Arbeitsbedingungen im jeweiligen Land beteiligt. Das von der GEW ausgehandelte Ortskräftestatut definiert Rechte und Pflichten der Vertrauenspersonen weltweit. Der Euro-Betriebsrat praktiziert erfolgreich Interessenvertretungen für Ortskräfte im erweiterten Europa. Die Ortskräftekommission, ArbeitnehmerInnen im Präsidium, der Gesamtbetriebsrat, Einzelbetriebsräte und nicht zuletzt der Arbeitsgruppenvorstand und die Tarifzuständigen in der GEW haben ebenfalls Arbeitsbedingungen der Ortskräfte an den Goethe-Instituten im Blick.

Die Konferenz hatte sich mit der Situation der Ortskräfte auseinanderzusetzen:
- Wie können die Arbeitsbedingungen verbessert werden?
- Wie kann die Beschäftigung gesichert werden?
Das von der GEW ausgehandelte Ortskräfte-Statut, das die Rechte und Pflichten von Arbeitgeber und Vertrauenspersonen weltweit definiert, wurde in diesem Zusammenhang einer kritischen Bestandsaufnahme unterzogen. In einen nächsten Schritt wurden Vorschläge zur Optimierung und deren Umsetzung erarbeitet.
Ein Ergebnis zeichnet sich bereits schon ab: Der sog. gewerkschaftliche Verein zur Vertretung Interessen der Goethe-Kolleg/innen in Griechenland und die GEW wollen eine Kooperation eingehen.
Ein weiteres und damit auch in Zusammenhang stehendes Thema war, wie die Vertretung von Arbeitnehmerrechten in Zeiten der Dezentralisierung und Regionalisierung gestärkt werden kann.
Aus den „Rohergebnissen“ der Konferenz leiten AGV und die Kolleginnen der GEW einen Aktionsplan ab, der dann auch bekannt gemacht wird.