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16.07.2009  

Tarifverhandlungen: Familienministerin unterstützt Erzieherinnen

Kurz vor Beginn der nächsten Verhandlungsrunde zu einem besseren Gesundheitsschutz und für eine neue Eingruppierung im Sozial- und Erziehungsdienst stellte sich Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) klar hinter die Erzieherinnen

In der "Passauer Neuen Presse" versicherte von der Leyen, dass auch die Eltern hinter den Forderungen stehen würden: "Sie wissen: Gute Betreuung, kleine Gruppen, individuelle Förderung, motivierte Erzieherinnen, das gibt es nicht zum Nulltarif."
Trotzdem seien viele Eltern durch den Arbeitskampf bis an die Grenze belastet. Deswegen müsse eine Einigung erreicht werden.
Da sich die tarifliche Eingruppierung der Erzieherinnen und Erzieher seit 18 Jahren nicht verbessert habe, sei das Anliegen jedoch berechtigt, sagte von der Leyen. "Nur Verkäuferinnen erhalten eine schlechtere Bezahlung."
GEW-Vorstandsmitglied Norbert Hocke hatte bereits gestern eine deutliche Warnung an die Arbeitgeber gerichtet: Man sei bereit, die Auseinandersetzung auch bis zu den Bundestagswahlen weiterzuführen, falls die Arbeitgeber nicht vernünftig würden.
Auch GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad zeigte sich skeptisch: "Wir werden sehen, was die Arbeitgeber den Kolleginnen und Kollegen anzubieten haben. Die Stimmung unter den Erzieherinnen und Sozialpädagogen ist gut: Sie sind bereit, die Streiks notfalls wieder auszuweiten!"
Gestern hatten rund 600 Kolleginnen und Kollegen in Brandenburg gestreikt, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Die Verhandlungen werden heute Mittag in Frankfurt a.M. fortgesetzt.

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