Die Gewerkschaften GEW und ver.di fordern eine Eingruppierung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst, mit der das Bezahlungsniveau des BAT/BAT-O und eine Aufwertung der Vergütung erreicht werden. Das kann aus Sicht der Gewerkschaften entweder durch Zulagen geschehen oder durch Verbesserungen bei den Tätigkeitsmerkmalen im Sozial- und Erziehungsdienst, z. B. bei Sozialarbeiter/innen, Sozialpädagogen/innen und Heilpädagogen/innen.
Beim Leitungspersonal von Kindertagesstätten fordern die Gewerkschaften zudem, dass die Eingruppierung nicht nur vom Kriterium „belegbare Plätze“ abhängt, sondern alternativ hierzu auch die Zahl der Beschäftigten und die Anzahl der Gruppen herangezogen werden.
In Bezug auf die Vergütung legten am frühen Morgen des 18. Juni die Arbeitgeber erstmals einen durchgerechneten Vorschlag für Erzieher/innen vor, der allerdings noch weit davon entfernt ist, einigungsfähig zu sein. Nun werden die Verhandlungen auf der Grundlage mehrerer Berechungsmodelle für die Entgeltentwicklung von Erzieher/innen fortgesetzt.
Die Verhandlungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung werden im Laufe des Tages wieder aufgenommen.
Gleichzeitig wurden die Streiks fortgesetzt, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhalten.
In der Landeshauptstadt versammelten sich wieder mehrere hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozial- und Erziehungsdienstes und machten lautstark ihre Unterstützung für die gewerkschaftlichen Forderungen bei den Verhandlungen deutlich. Nach dem sich alle in die Streiklisten eingetragen hatten, ging es zur Streikkundgebung in der Innenstadt.
Am Ende des gelungenen Tages waren sich alle einig: Wir streiken weiter, wenn die Arbeitgeber weiterhin nur dünne Milch anbieten!
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Bilder: privat
Auch in der Großen Kreisstadt Schwäbisch Gmünd beteiligten sich wieder viele Erzieherinnen aus den kommunalen Einrichtungen mit großem Erfolg an den Streiks: Fast alle kommunalen Kitas blieben an diesem Tag geschlossen.

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