Die letzte Verhandlungsrunde hierzu fand im September 2007 statt.
Das waren die Themen:
-Verfahrensabsprachen über die kommenden Verhandlungen im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes
-Diskussion über die Vorstellungen der Arbeitgeber für eine neue Entgeltordnung.
Verhandlungstermine festgelegt
Die Gewerkschaften haben das Ziel, zügig in die Verhandlungen zu einer neuen Entgeltordnung für die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes einzutreten. Wegen des Wegfalls der Aufstiege kommt es in diesem Bereich zu gravierenden Gehaltsverlusten führt. Dagegen setzen die Arbeitgeber weiter auf Verzögerung. Sie wollen zunächst Verhandlungen über allgemeine Fragen eines künftigen Eingruppierungsrechts vorschalten.
Welches Eingruppierungsmodell soll gelten?
Bei den Eingruppierungsmodellen liegen die Gewerkschaften und Arbeitgeber nach wie vor sehr weit auseinander. Seit der letzten Verhandlungsrunde im September 2007 hat es keine Annäherung gegeben. Nach wie vor beharren die Arbeitgeber auf ihrem Modell, das vor allem eine Eingruppierung aufgrund von abstrakten Tätigkeitsmerkmalen in Form von unbestimmten Oberbegriffen beinhaltet. Beispielkataloge sollen nach Ansicht der Arbeitgeber keine unmittelbare Eingruppierungswirksamkeit besitzen, sondern nur der Erläuterung der unbestimmten Oberbegriffe dienen. Es liegt klar auf der Hand: Die Arbeitgeber wollen auch das Eingruppierungsrecht dazu nutzen, um das Bezahlungsniveau gegenüber dem BAT/BAT-O noch weiter abzusenken. Die Gewerkschaften bleiben bei ihrem Modell, wonach die Eingruppierung über Grundmerkmale erfolgt, die sich an den in der Regel für die Tätigkeit geforderten Qualifikationsniveaus orientieren. Ergänzt werden diese durch Zusatzmerkmale. Schließlich bleiben die Gewerkschaften auch bei ihrer Forderung, in Bereichen, in denen dieses Modell nicht oder nur schwer funktioniert, zur Sicherung der bisherigen Wertebenen eine funktionsbezogene Eingruppierung zu vereinbaren. Das betrifft auch die Eingruppierung im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes.
Die heutige Verhandlungsrunde hat deutlich gemacht, dass es noch ein sehr weiter und steiniger Weg bis zu einem neuen tariflichen Eingruppierungsrecht ist.
Eins ist jetzt schon klar: Wir müssen jetzt mit den Vorbereitung beginnen, damit nach Abschluss der Tarifrunde 2009 im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden kann.
Folgender Fahrplan wurde schließlich vereinbart: