Am Freitagabend vertagten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf Donnerstag. Bis zur Fortsetzung der Verhandlungen am 23. Juli 2009 sollen einige Sachfragen und Einzelaspekte soweit bearbeitet werden, dass eine Einigung zum vereinbarten Ende der Verhandlungen am Samstag, den 25. Juli 2009 endgültig möglich wird.
Das betrifft insbesondere die Fragen der Behandlung der Strukturausgleiche bei verbesserten Eingruppierungen, des Ausgleiches für Verluste im Lebenseinkommen, der Aufwertung von speziellen Tätigkeitsmerkmalen. Außerdem sollen die strittigen Punkte im Tarifvertrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung wie z.B. individuelle Rechtsansprüche, Zusammensetzung und Kompetenzen der betrieblichen Gesundheitskommissionen geklärt werden.
Die Verhandlungstage in Frankfurt am Main verliefen ausgesprochen turbulent. Nachdem sich die Positionen auf Arbeitgeberseite am Vormittag verhärtet hatten, zeigte sich die VKA nach einer dreistündigen Mitgliederversammlung wieder kompromissbereiter. Die auch in der Zeit der Verhandlungen mit großer Beteiligung fortgeführten Streiks und Kundgebungen zeigen offenbar Wirkung.
Die Gewerkschaften werden in den nächsten Tagen alles daran setzen, in der achten Verhandlungsrunde zu einem Tarifabschluss zu kommen.
Die Streiks, die zur Zeit in z.B. Bayern und Baden-Württemberg für einen besseren Gesundheitsschutz laufen, werden jedoch fortgesetzt, um den Druck auf die Arbeitgeber aufrecht zu erhalten.
Kräftig Druck machen, um die aktuell laufenden Verhandlungen zu unterstützen, wollten in der Region Stuttgart heute gut 1000 Erzieherinnen und Sozialpädagogen. Zum Zeitpunkt der Streikversammlung im DGB-Haus in Stuttgart war der Fortgang der Verhandlungen noch nicht bekannt: "Nicht nachgeben!" lautete daher die Devise.
Zu einer Kundgebung fanden sich rund 500 Streikende im benachbarten Herrenberg ein. Auf dem Demonstrationszug zum dann gut gefüllten Marktplatz wurden die Teilnehmerinnen und Teilmnehmer von einer großen Elterngruppe begleitet, die deutlich ihre Sympathie für den Steik ausdrückte. Den Eltern ist sehr an einer guten Personalausstattung in den Kitas gelegen, sie wollen das Beste für ihre Kinder und das geht nur mit gut ausgebildeten Fachkräften die keine Nebenjobs bräuchten, um finanziell über die Runden zu kommen. Daher forderte auch der Sprecher der Eltern eine anständige, angemessene Bezahlung für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst.
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