Viele Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst machten an einem bundesweiten Aktionstag deutlich, dass sie bereit sind, für eine bessere Entgeltordnung zu kämpfen. Es gab zahlreiche Kundgebungen und Demonstrationen, Infostände in den Einrichtungen oder auf der Straße und bunte Protestfeste für Kinder, Eltern und Beschäftigte.
Eine kleine Auswahl stellen wir hier (auch als Anregung zum Nachmachen) vor.
Am 21. April haben die Gewerkschaften ver.di und GEW in Halle (Saale) einen gemeinsamen Aktionstag für die Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst durchgeführt. Dabei sind den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Halle die Sorgen und Nöte der Beschäftigten näher gebracht worden. Beschäftigte, Eltern und vor allem viele Kinder haben sich in der Innenstadt versammelt und das Angebot der Gewerkschaften angenommen. Für die Jüngeren gab es eine Hüpfburg, Kinderschminken, Gewinnspiele und natürlich Spielzeug. Für die Älteren gab es Informationen zur aktuellen Lage hinsichtlich der gewerkschaftlichen Forderungen für einen Tarifvertrag zum Gesundheitsschutz und zur Entgeltordnung.
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Text und Bilder: Daniel Merbitz
Bei einer Solidaritätskundgebung am Roten Rathaus zeigten zahlreiche Kolleginnen und Kollegen, dass sie bereit sind, die Verhandlungsführer von GEW und ver.di auch auf der Straße zu unterstützen. Am 23.04.2009 wird es zusätzlich ein Kinderfest am selben Ort geben.
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Fotos: Christian von Polentz / transitfoto.de
In Rheinland-Pfalz fanden dezentrale Aktionen statt. In zahlreichen Einrichtungen informierten die Kolleginnen und Kollegen die Eltern über die aktuellen Verhandlungen und sammelten Unterschriften. Stellvertretend stellen wir einige Aktionen hier vor.
Das große Engagement der Kolleginnen und Kollegen in Rheinland-Pfalz zeigt: Die Erzieherinnen und Erzieher wollen selbstbewusst und sichtbar bei den Verhandlungen um ihre Eingruppierung und einen besseren Gesundheitsschutz mitmischen.
Auch in zwei Kitas in Dierdorf wurden Unterschriften gesammelt und der GEW-Film "Traumjob Erzieherin" gezeigt.
Dazu eine Kollegin vor Ort: "Unsere Aktionen stießen bei den Eltern und Besuchern der Kitas auf reges Interesse. Unsere Kolleginnen, auch einige Nichtmitglieder, waren alle sehr engagiert und von der Sache überzeugt. Selbst Freizeit wurde in die Verwirklichung der Aktion investiert!"
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Bilder: Carola Klug
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von vier kommunalen Kindertagesstätten der Stadt Wittlich (Grenzstadt zwischen Mosel und Eifel) folgten dem Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und sammelten öffentlichkeitswirksam Unterschriften für eine neue Entgeltordnung bei Kollegen und Eltern. Auch bestand die Möglichkeit, dem örtlichen Vertreter der Arbeitgeber eine Postkarte zu schicken, wovon viele Gebrauch machten.
Einen besonderen Weg ging Erni Schaaf-Peitz, Leiterin einer Wittlicher Kita. Sie zeigte den interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Fortschritte beim aktuellen Umbau der Einrichtung und sprach dann mit den Eltern darüber, dass zu einer guten Bildung für ihre Kinder mehr gehört, als ein schönes Gebäude.
Viele Eltern nahmen die Aktionen positiv auf: Denn sie wollen gut ausgebildete, leistungsfähige und motivierte Fachkräfte in ausreichender Zahl für die Bildung und Erziehung ihrer Kinder.
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Text und Bilder: Erni Schaaf-Peitz
Auch in Süddeutschland trafen sich viele Kolleginnen und Kollegen (wie hier in München), um den Arbeitgebern zu zeigen, dass sie sich auf einen harten Konflikt einstellen müssen, wenn sie weiterhin an den zu niedrigen Eingruppierungen festhalten.
Am Stachus kamen 600 Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes zusammen und protestierten lautstark gegen das schlechte "Angebot" der Arbeitgeber.
Auch in Nürnberg trafen sich rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Jakobsmarkt und machten ihrem Unmut über die Arbeitgeber mit Trillerpfeifen Luft. Anschließend stiegen bunte Luftaballons in den Himmel. So bunt, wie der Protest war.
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