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26.05.2009  

Viel Verständnis bei Bürgermeistern

GEW- und ver.di-Kolleginnen und Kollegen informierten die Teilnehmer des Deutschen Kommunalkongresses in Berlin über die Forderungen der Gewerkschaften bei den Tarifverhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst.

Zum 100-jährigen Bestehen, das der Deutsche Städte- und Gemeindebund während des Kommunalkongresses 2009 in Berlin feierte, machten viele engagierte Kolleginnen und Kollegen den Bürgermeistern, Besuchern und Funktionären ein besonderes Geschenk: Sie überreichten ihnen die Forderungen der Gewerkschaften hübsch verpackt und forderten sie auf, Stellung zu beziehen.

Die meisten Vertreterinnen und Vertreter der Städte und Gemeinden zeigten Verständnis für die Streiks. Weitgehend herrschte die Meinung vor, dass Erzieherinnen und Erzieher zu wenig verdienten und dass dringend etwas für deren Gesundheit getan werden müsse.

Damit nimmt der Großteil der Teilnehmenden des Kommunalkongresses eine andere Haltung ein als die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), die im Auftrag der meisten Städte und Kommunen mit den Gewerkschaften verhandelt. Bisher zeigten sich die Arbeitgeber wenig kompromissbereit und legten kein ernstzunehmendes Angebot für eine neue, gerechte Entgeltordnung oder einen Vorschlag zum Gesundheitsschutz im Sozial- und Erziehungsdienst vor.

„Die Anforderungen an die Arbeit der Erzieherinnen werden immer höher. Sie sollen qualitativ hochwertige Bildungs- und Erziehungsarbeit leisten, aber die Personalausstattung in den Einrichtungen ist schlecht. Sie sollen Kinder besser individuell fördern, aber es gibt keine Vor- und Nachbereitungszeit. Fortbildung kommt zusätzlich am Feierabend und an Wochenenden hinzu. Hohe Erwartungen an die Arbeitsleistung von Erzieherinnen und deren schlechte Bezahlung stehen in einem krassen Missverhältnis“, betonte Norbert Hocke, GEW-Vorstandsmitglied für Jugendhilfe und Sozialarbeit.

Bilder obere Reihe: privat, untere Reihe: Klaus Schröder

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