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GEW-Studie, zentrale ErgebnisseIm Rahmen dieser Fallstudien wurden Eltern zum einen nach dem persönlichen Nutzen befragt, den sie erfahren, wenn ihre Kinder eine Kindertageseinrichtung besuchen und zum anderen nach ihren Erwerbseinkommen. Zur Ermittlung des individuellen Nutzens wurden die Eltern gefragt, welche Effekte die Schließung der Kindertageseinrichtungen für ihre familiale Situation hätte. Außerdem konnten die Betriebskostendaten der beteiligten Träger ausgewertet werden. Die erhobenen Daten erlauben ebenfalls die Berechnung der Kosten-Ertrags-Relationen aus volkswirtschaftlicher Perspektive für die untersuchten Einrichtungen.
Die Auswertung der drei Populationen zeigt, dass Ausgaben für Kindertageseinrichtungen aus volkswirtschaftlicher Perspektive Investitionen darstellen. Der Ertrag dieser Investitionen beläuft sich für einen investierten Euro auf bis zu 4 Euro.
Die Elternbefragung zeigt, dass mehr als 53% der erwerbstätigen Mütter (62% aller befragten Mütter) ihre Erwerbstätigkeit vollständig und mehr als 22% teilweise aufgeben müssten. Darüber hinaus gehen mehr als 48% der erwerbstätigen Mütter davon aus, dass sie durch die Aufgabe der Erwerbstätigkeit aufgrund der mangelnden Kinderbetreuung den beruflichen Anschluß verlieren würden. Lediglich für 10% hätte die Schließung der Einrichtungen nach eigener Einschätzung keinerlei Konsequenzen.
Auffällig ist, dass lediglich 3% der Väter angeben, dass sie bei der Schließung der Kindertageseinrichtungen ihre Erwerbstätigkeit vollständig und etwa 8% teilweise aufgeben müssen. Eine Schließung der Einrichtungen hätte demnach fast ausschließlich Konsequenzen für die Erwerbssituation der Mütter.
Von den erwerbstätigen Müttern geben 28% an, dass sie durch die Schließung der Einrichtung und den damit verbundenen Verlust des Arbeitsplatzes entweder von Sozialhilfe oder von Arbeitslosengeld leben müssten und somit aus volkswirtschaftlicher Perspektive Kosten verursachen würden. Weiterhin geben knapp 26% an, dass sie laufende Kredite nicht zurückzahlen könnten und fast 72% müssten nach eigener Einschätzung ihren Lebensstandard einschränken, d. h. dass ein großer Teil der Familien ihr Konsumverhalten einschränken müsste. Lediglich 12% geben an, dass sie keine finanziellen Konsequenzen durch die Schließung der Einrichtungen zu erwarten hätten.
Knapp 50% der Haushalte mit erwerbstätigen Müttern möchten ihr Kind durchschnittlich zwei Stunden täglich länger betreuen lassen.
29% der befragten Mütter, die nicht erwerbstätig sind, möchten gern berufstätig sein. Insgesamt sind bzw. möchten 76% aller befragten Mütter erwerbstätig sein.